nächstes Spiel 03.04.11 16:00 Uhr
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Starke 50 Minuten in der Sommerhofenhalle haben nicht gereicht: Die Bundesliga-Handballerinnen des VfL Sindelfingen unterlagen im Hinspiel des Play-off-Viertelfinales gegen den HC Leipzig mit 22:25 (9:8). Beste Werferin bei den Gastgebern war Marielle Bohm mit neun Treffern, davon fünf Siebenmetern. Beste Leipzigerin war Ania Rösler mit sechs Toren. „Wir haben uns vorgenommen, um jeden Zentimeter zu kämpfen und haben das auch geschafft. Das Spiel war 60 Minuten lang spannend“, zog VfL-Sportmanager Dago Leukefeld Bilanz.
Der gebürtige Thüringer konnte wieder auf Maren Baumbach zurückgreifen, die nach ihrem Teilabriss der Fußsohlensehne wieder spielen konnte. Verzichten musste er auf Nadine Härdter (Bandscheibenprobleme) und Jasmin Ott (Kreuzbandriss).
Die Anfangsphase gehörte klar den Gastgebern: Sindelfingen nutze Unaufmerksamkeiten in der Leipziger Defensive und ging nach drei Minuten mit 1:0 in Führung. Eine Minute später ließ Marielle Bohm Katja Schülke beim Siebenmeter keine Chance und erhöhte auf 2:0. Der amtierende Meister hatte Schwierigkeiten gegen die agilen Sindelfingerinnen und so erzielte Ina Großmann in der 6. Spielminute das 3:0. Erst jetzt erwachte Leipzig aus der Anfangslethargie und verkürzte durch Sara Eriksson auf 3:1. In den kommenden Minuten entwickelte sich eine ausgeglichen Partie, in der der HC Leipzig langsam Fahrt aufnahm. Durch drei Treffer in Folge stand es in der 15. Spielminute 4:4, zwei Minuten später gingen die Gäste in Führung (4:5). Als Marielle Bohm anschließend einen Strafwurf vergab und Leipzig auf 6:4 erhöhte, schien die Partie zu kippen. Doch Sindelfingen zeigte sich unbeeindruckt und nach Treffern von Iris Cartarius und Maren Baumbach war das Spiel wieder ausgeglichen (6:6). Bis zur Pause entwickelte sich ein munteres Toreschießen mit einer knappen 9:8-Halbzeitführung für den VfL.
Den besseren Start in die zweite Hälfte erwischten die Gäste, die nach einer Minute ausglichen und kurz darauf in Führung gingen (9:10). Doch in der 34. Spielminute erzielte Marielle Bohm per Strafwurf das 10:10. Bis zur 40. Minute konnte sich keine entscheidend absetzen (14:14), dann übernahm der HC Leipzig die Initiative. Das Team von Heine Jensen erzielte drei Tore in Serie und lag mit 18:15 in Front. Die Sindelfingerinnen gaben sich trotz dieses Rückstandes nicht auf und konnten durch Treffer von Verena Breidert und einem Doppelpack von Marielle Bohm ausgleichen (18:18). Doch man merkte, dass bei den Gastgeberinnen die Kräfte schwanden und die Mittel fehlten, um die Leipziger Defensive zu knacken. Nach dem 23:21 für die Gäste in der 54. Spielminute war die Partie gelaufen. Sindelfingen konnte nicht mehr entscheidend herankommen und musste sich am Ende mit 22:25 geschlagen geben.
Das Rückspiel des Play-off-Viertelfinales findet am Sonntag, den 10. April um 15 Uhr in der Arena Leipzig statt.
Stimmen zum Spiel:
Dago Leukefeld, VfL Sindelfingen: „Der HC Leipzig hat verdient gewonnen. Wir haben 60 Minuten lang gekämpft und toll gespielt, Vilma Gainskyte hat vor allem in der ersten Halbzeit stark gehalten. Wir werden uns gut auf das Rückspiel vorbereiten.“
Heine Jensen, HC Leipzig: „Wir wussten, dass es spannend wird. Sindelfingen hat in der letzten Woche verdient gegen den Thüringer HC gewonnen, von daher war es klar, dass es nicht einfach werden würde. Wir hatten in einigen Phasen Glück – die Partie hätte auch anders ausgehen können.“
Torschützen:
VfL Sindelfingen: Gainskyte, Grabowski, Kuhlmann, Fischer, Engel, Baumbach (5), Bohm (9/ davon 5 Siebenmeter), Breidert (1), Deen (1), Meier (2), Rösler (1), Großmann (2), Cartarius (1)